Über die Klimaklage

Klimawandel hinnehmen?
Persönliche Betroffenheit der SFV-Mitglieder

Der Hitzesommer 2018 hat uns zu spüren gegeben, welches Ausmaß die Klimakrise haben kann: Waldbrände, Ernteausfälle, Regenfluten, Dürreperioden, lebensgefährliche Temperaturen, Abrutschen riesiger Gletscher, usw.

Viele dieser Auswirkungen hätten vermieden werden können. Bereits 1994 haben die Staaten der Welt die menschengemachte Klimaerwärmung als ernstes Problem bezeichnet und sich mit dem ersten internationalen Vertrag zum Handeln verpflichtet. Weitere Klimaverträge folgten 1997 und 2015. Demnach sollte der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2040 weltweitauf Null reduziert werden. Tatsächlich sind die Emissionen seither kontinuierlich gestiegen – auch in Deutschland. Die technischen Lösungen liegen schon lange auf dem Tisch – der politische Wille fehlt!

Wenn wir jedoch die noch fataleren Konsequenzen der Klimakrise verhindern wollen, ist ein sofortiges und entschlossenes Einhalten der Klimaziele erforderlich. Gerichte können die Politik zum Handeln zwingen. Deshalb klagen wir!

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. hat am Freitag, den 23. November 2018 eine Verfassungsbeschwerde beim BVerfG eingereicht. Die Beschwerde richtet sich gegen das Unterlassen geeigneter gesetzlicher Vorschriften und Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels durch die Bundesrepublik Deutschland.

Erneuerbare Energien

Braunkohlekraftwerke still zu legen, ist der schnellste Weg Treibhausgas-Emissionen einzusparen. Ein Großteil der dort gewonnenen Energie wird nicht benötigt und ins Ausland verkauft. Solar, Wind- bzw. Wasserkraft und Biomasse sind die geeigneten Energieträger. Sie deckten im Jahr 2017 bereits 36% des Strombedarfs und haben Potential für mehr.

Speicher

Energie aus Wind und Sonne ergänzen sich grundsätzlich sehr gut. Doch auch Phasen mit Schwachwind und trübem Himmel gilt es zu überbrücken, um für die Haushalte und Industrie konstante Energiemengen sicher zu stellen. Zur Speicherung von Strom stehen bereits verschiedene Arten der Speicherung zur Verfügung.

Negativ Emissionstechnologien

Maßnahmen, die zu Beginn der Warnungen noch angemessen gewesen wären, können den Klimawandel heute nicht mehr stoppen. Neben dem Einsparen von Treibhausgasen geht es nun zusätzlich darum, die Emissionen wieder aus der Atmosphäre zu holen. 6 Technologien gibt es bereits. Davon halten wir 4 für geeignet.

Mehr Infos zur Klageschrift

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. hat seine Verfassungsbeschwerde am 23. November 2018 beim BVerfG eingereicht. Sie richtet sich gegen das Unterlassen geeigneter gesetzlicher Vorschriften und Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels durch die Bundesrepublik Deutschland. Mehr dazu in der Klageschrift.

Prof. Dr. Volker Quaschning: Photovoltaik für den Klimaschutz

Um die Pariser Klimaschutzziele einzuhalten, müsste der Photovoltaikzubau in Deutschland mindestens verachtfacht werden. Die aktuelle deutsche Gesetzgebung verhindert größere Teile des möglichen Photovoltaikausbaus. Das Video zeigt, welche Änderungen für einen erfolgreichen Klimaschutz nötig wären und wie Photovoltaikanlagen helfen können, den eigenen CO2-Rucksack signifikant zu reduzieren.

Klimakonferenz in Kattowitz 2830 1887 SFV | Klimaklage

Klimakonferenz in Kattowitz

Ein Kommentar zur Endphase in Kattowitz von Wolf von Fabeck

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Wir fordern den Gesetzgeber auf, den Klimawandel abzuwehren

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Auf dem Weg in die „Heißzeit“?

Ein Bericht des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

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13 Kommentare
  • Johann Heiner Herholz 28. Mai 2019 um 16:49

    Ich würde mir jetzt ein Rezo-Video wünschen, indem die persönliche Verantwortung und die Untätigkeit und falsche „Zielsetzung“ von Herrn Altmeier dargestellt werden. Kurz und knapp.

    Leider krieg ich sowas selbst nicht hin…

  • Winfried Schenk 28. Mai 2019 um 13:59

    Die Eu-Wahl hat gezeigt was die Bürger wollen – KLIMASCHUTZ.
    Packen wir es an – „Macht die Dächer voll!“ Prof. Dr. Volker Quaschning.
    „Unser Haus brennt“ sagt Greta Thunberg beim Weltwirtschaftsforum in Davos – und wir warten darauf bis uns die „Politik“ eine Feuerspritze zur Verfügung stellt? Das wird nicht reichen.
    „Wir müssen und können den „Hintern hoch“ bekommen, so wie die Energiewende im ersten Jahrzehnt auf zigtausenden Menschen basiert, die ihren „Arsch huh“ bekommen haben.“ Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt.
    „Solarstrom rockt!“ Prof. Dr. rer. nat. Daniel Kray. Also lassen wir Solarstrom rocken – jetzt.
    Die Energiewende bis 2030 ist möglich. „Jeder Mensch hat das Recht die Sonne frei zu nutzen. Niemand darf bei der Ausübung dieses Rechts willkürlich beschränkt, behindert oder belastet werden.“ Daniel Bannasch
    Der „Rezo-Effekt“ hat auch Auswirkung auf die Bürgerenergiewende – oder?

    „Wir wollen wieder dabei sein, wir müssen dabei sein und wir werden dabei sein.“ Das erklärte der bayerische Wirtschaft- und Energieminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern.

    ALLE wissen es – Also krempeln wir die Ärmel hoch und los gehts.

    Mit sonnigen Grüßen
    Winfried Schenk
    SFV-Mitglied

  • Dr. Leonhard Haaf 24. Mai 2019 um 15:27

    Wir brauchen endlich Gesetze, die den wissenschaftlichen Empfehlungen aus allen ökologischen Bereichen genügen und die Erkenntnisse daraus umsetzen.
    Solange es noch heißt: Klimaschutz, ja aber … und nicht Klimaschutz ja, denn oder ja und … sind wir von einer mindestens erforderlichen Gleichsetzung von Ökologie und Ökonomie noch weit entfernt.

  • Hans-Joachim Baum 23. Mai 2019 um 10:03

    Ich unterstütze die Klage, weil ich mich 25 Jahre für die Erneuerbaren Energien eingesetzt habe und von Seiten der Politik keine angemessene Unterstützung erhalten habe. Das zögerliche herangehen an die Klimaprobleme habe ich bis in meine politische Gemeinde erfahren, die Möglichkeiten.

    Eines solchen reiches Landes wie die Bundesrepublik hat seine Potenziale rechtzeitig Änderungen anzugehen nicht genutzt. Die Verantwortung zur Daseinsvorsorge wurde nicht verfassungsgerecht wahrgenommen. Das ständige Streben nach „MEHR“ würde eine wachsende „ERDE“ erfordern und führt auf Grund der Naturgesetze zur Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschheit.

  • Die Klimaklage ist ein ganz wichtiger Schritt. Und wir alle können uns bewusst sein, dass Jeder und Jede mitverantwortlich ist. Wir alle können durch unser Verhalten etwas ändern.
    Jede Kleinigkeit ist ein bisschen vom Ganzen. Und wenn ich es so gut mache,wie ich kann, ist die Welt ein bisschen besser. Und wenn zwei es so gut machen, wie sie können,oder drei,oder…
    Ich wünsche uns allen den Mut, die Kraft und die Hoffnung, weiter unser Bestes zu geben. Heute und morgen und…
    Und dem SFV ganz herzlichen Dank für die Arbeit,die Ihr für uns alle leistet!

  • Tue Gutes und rede darüber…. Mit kleinen Mitteln kann jeder für sich den ersten Schritt zu weniger CO2, gegen Artensterben und Klimakatastrophe tun.
    Selbst zum bestehenden Wirtschaftssystem gibt es eine Alternative, z.B. die Gemeinwohlökonomie (Christian Felber).
    Denn der Souverän im Staat sollten NICHT die Wirtschaftsbosse und Finanzmakler, sondern ALLE Bürger.

  • Hans Dellinger 22. Mai 2019 um 16:38

    Es ist einfach nur skandalös, dass für das Überleben auf diesem Planeten gemeinnützige Vereine und verantwortungsbewusste Bürger die eigene, handlungsunwillige Regierung vor Gericht verklagen müssen !
    Politiker, die offensichtlich auf ihren einmal abgelegten Amtseid pfeifen, müssen allerschnellstens zum Teufel gejagt werden. Und das kann leider nur der vernünftige Bürger an der Wahlurne !
    Seit Jahrzehnten wird ja die Einführung bundesweiter Volksentscheide hauptsächlich von den sogenannten christlichen Parteien mit aller Macht verhindert ! Warum wohl ??
    Es ist einfach nur beschämend !

  • Winfried Schenk 22. Mai 2019 um 16:00

    Werben für die Ausrufung eines Klimanotstands für ganz Deutschland? Wie in einzelnen Städten bereits erfolgt könnte doch der Klimanotstand für ganz Deutschland ausgerufen werden? Ein gemeinsamer Vorstoß aller Umweltvereine, Verbände, Genossenschaften etc. sollte doch genügen? Gemeinsam.
    100 % Erneuerbare Energien bis 2030 sind möglich.

  • Die Verfassungsbeschwerde finde ich hervorragend. Anscheinend kann die Bundesregierung nur noch so in die Pflicht genommen werden, Maßnahmen gegen den „galoppierenden“ Klimawandel zu ergreifen.

  • Wir können nicht weiter abwarten und überlegen. Wir müssen handeln. Jetzt – solange wir noch können! Die nächsten 15 Jahre sind entscheidend.

  • Das Wort „Klimawandel“ beschönigt die Krisensituation, in der wir uns befinden.
    Wir befinden uns nicht im „Wandel“, sondern steuern auf katastrophale Zustände zu, wenn wir nicht umlenken.

  • Wir müssen aktiv werden.

  • Solarverein Goldene Meile e.V. 15. Dezember 2018 um 11:46

    So viel Mut! Den unterstützen wir vom Solarverein Goldene Meile e.V. (Sinzig / Remagen) gern, zumal auch wir nach den gleichen Grundsätzen argumentieren wie die Kläger: Auch unser Verein setzt sich für die konsequente Umformung des Energie-Wirtschaftssystems ein – wissend um den so bedeutenden ‚Nebeneffekt‘, dass sich mit der Transformation die gesundheitlichen Voraussetzungen für alles Leben auf der Erde verbessern werden.